Die Debatte über die Zukunft des Hangon Casinos spaltet die Meinungen hinsichtlich der Schwerpunkte, nicht jedoch hinsichtlich der Ziele


Die Zukunft des Casinos in Hanko spaltet die Meinungen hinsichtlich der Schwerpunkte, nicht jedoch hinsichtlich der Ziele: Der Vorsitzende des Stadtrats, Sami Laine, der Vorsitzende des Stadtrats, Edvard Lindfors, und der Bürgermeister Simon Store betonen, dass das Casino ein kulturhistorisches Wahrzeichen von Hanko und ein wesentlicher Bestandteil der Identität der Stadt ist.

Das Casino ist ihrer Meinung nach also nicht nur eine Gewerbeimmobilie. Sie sind alle der Ansicht, dass die Sanierung des Gebäudes entweder eine Kreditfinanzierung oder eine externe Finanzierung erfordert und dass das derzeitige Investitionsniveau allein nicht ausreicht, Der klarste Weg ist die Suche nach einer öffentlich-privaten Partnerschaft, bei der die Stadt und die Einwohner von Hanko eine starke Entscheidungsgewalt über die Zukunft des Casinos behalten.


Öffnen Sie die Übersichtstabelle mit einer Zusammenfassung der Antworten.


Wir haben vier Fragen gestellt:

1. Kultur oder Wirtschaft?

Ursprüngliche Frage: „Betrachten Sie das Hangon Casino in erster Linie als kulturhistorisches Wahrzeichen oder als kommerzielles Gewerbeobjekt, und wie wirkt sich diese Gewichtung Ihrer Meinung nach auf die Entscheidung zwischen einer Sanierung und einem Verkauf aus?“

Sami Laine:Das Casino ist ein kulturhistorisches Wahrzeichen. Die Kosten für die Sanierung lassen sich nicht durch die Einnahmen aus dem Betrieb des Gebäudes decken. Die Entscheidung zwischen Sanierung und Verkauf hängt davon ab, ob die Einwohner von Hanko bereit sind, jedes Jahr städtische Mittel für die Instandhaltung und den Erhalt dieses kulturhistorischen Wahrzeichens im Besitz der Stadt aufzuwenden, und wie viel Geld sie dafür bereit sind auszugeben.

Edvard Lindfors:Das Hangon Casino ist ein kulturhistorisches Wahrzeichen und ein wichtiger Bestandteil sowohl der Marke als auch der Identität von Hanko. Das bedeutet natürlich, dass sich sein Gesamtwert für Hanko nur schwer allein anhand wirtschaftlicher Kennzahlen messen lässt. 

Simon Store: Das Gebäude ist aus denkmalpflegerischer Sicht zweifellos von großem Wert. Es wurde auch als Restaurant und Veranstaltungsort genutzt (sowohl das Gebäude selbst als auch das Grundstück). Das Gebäude muss unbedingt saniert werden. Ich möchte mich nicht dazu äußern, ob dies durch die Stadt oder durch private Mittel geschehen soll.

Zusammenfassung:Alle betrachten das Casino in erster Linie als kulturhistorisches Wahrzeichen: Laine betont, dass die Sanierung keinen Gewinn abwirft und die Entscheidung von den Steuereinnahmen abhängt, während Lindfors im Casino einen hohen Image- und Markenwert sieht. Store sieht den Denkmalschutzwert sowie eine obligatorische Sanierung (durch die Stadt oder privat). Gemeinsamer Standpunkt: Kultur hat Vorrang, wirtschaftliche Zwänge sind Realität.


2. Engagement und Finanzierung

Ursprüngliche Frage: „Welchen finanziellen Aufwand (in Euro oder als Prozentsatz des Investitionsbudgets der Stadt) hielten Sie für gerechtfertigt, damit die Stadt das Casino selbst sanieren kann, ohne die Finanzierung anderer Dienstleistungen zu gefährden? Ist es möglich, innerhalb eines angemessenen Zeitraums eine Finanzierung oder Teilfinanzierung zu beantragen bzw. zu erhalten?“  

Sami Laine:In guten Jahren kann sich die Stadt Investitionen in Höhe von etwa vier Millionen Euro leisten. Dies deckt jedes Jahr nur einen Teil des Investitionsbedarfs der Stadt ab. Das zeigt sich neben dem Zustand des Casinos beispielsweise auch am Zustand der Straßen. Daher ist jeder Euro, der in das Casino gesteckt wird, ohne Kreditaufnahme ein Euro, der an anderer Stelle fehlt. Ich kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts über die Beschaffung externer Finanzmittel sagen, aber ich wage zu behaupten, dass die Grundsanierung mit Kreditmitteln durchgeführt werden müsste, damit andere zwingende Investitionen getätigt werden können. Da das Wort „Kredit“ ein Schreckgespenst ist, muss an dieser Stelle angemerkt werden, dass die Aufnahme eines Kredits für jeden, der ein Gebäude besitzt und umfangreiche Reparaturen daran vornimmt, eine völlig normale Angelegenheit ist.

Edvard Lindfors:Gerade jetzt, wo die staatlichen Zuschüsse noch im Minus liegen, gefährden alle Investitionen die Finanzierung anderer Dienstleistungen, wenn keine externe Finanzierung zur Verfügung stünde. Es besteht Interesse an externer Finanzierung, und es ist möglich, diese zu beantragen, aber ein Großteil der Anträge dieser Art finanziert die Betriebskosten und nicht die Sanierung selbst. Es wurde bereits damit begonnen, alle Möglichkeiten zu prüfen. Das Renovierungs- und Entwicklungsprojekt des Casinos muss auf einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren, wenn nicht sogar länger, ausgerichtet werden. Die Beantragung von Finanzmitteln ist sehr aufwendig, und auch dabei sollte ein längerfristiger Plan erstellt werden.

Simon Store: Sollte die Stadt die Sanierung selbst auf eigene Rechnung durchführen, würde dies zu 100 % mit Fremdkapital finanziert werden. Die Abschreibungen würden den laufenden Haushalt viele Jahre lang belasten. Der Umfang wird sich zeigen, sobald die Zustandsgutachten vorliegen.

Zusammenfassung: Die eigenen Ressourcen der Stadt reichen nicht aus: Laine begrenzt den Bedarf auf maximal 4 Mio. € pro Jahr und einen Kredit, Lindfors warnt vor einem Defizit bei den staatlichen Zuschüssen sowie vor einer mehr als fünfjährigen externen Finanzierung, Store vor einem 100-prozentigen Kredit und der Belastung des laufenden Haushalts (wartet auf eine Finanzanalyse). Gemeinsame Linie: Kredit oder Partnerschaft unverzichtbar, keine Gefährdung anderer Dienstleistungen.


3. Verkaufsbedingungen

Ursprüngliche Frage: „Wenn das Gebäude an einen privaten Betreiber verkauft würde, welche drei Bedingungen hielten Sie für unbedingt notwendig, damit der historische Wert des Casinos, die Nutzungsmöglichkeiten für die Bürger und die Marke Hanko in akzeptabler Weise erhalten blieben?“ 

Sami Laine:

1. Das Grundstück würde nicht verkauft, und der Parkbereich des Casinos bliebe in seiner Gesamtheit für die Einwohner von Hanko erhalten.

2. Der Käufer würde sich verpflichten, das Gebäude innerhalb einer bestimmten Frist nach Unterzeichnung des Kaufvertrags
gemäß den von der Stadt Hanko genehmigten Ausführungsplänen zu sanieren.

3. Der Käufer hätte das Recht, vom Kauf zurückzutreten, falls das für eine mögliche Nutzungsänderung der Gebäude erforderliche Abweichungsverfahren oder die Änderung des Bebauungsplans nicht rechtskräftig werden sollte.

. Solange die Rücktrittsklausel in Kraft ist, wäre der Käufer verpflichtet, das Gebäude in einem Zustand zu erhalten, der mindestens dem derzeitigen entspricht.

Edvard Lindfors:Das Casino muss im öffentlichen Interesse bleiben und allen, die Hanko lieben, zur Verfügung stehen. Der Betreiber sollte sich verpflichten, das Casino zu renovieren; der Zustand darf sich nicht verschlechtern, und die Stadt sollte in der Lage sein, zu reagieren, falls der Betreiber die Bedingungen nicht einhält. 

Simon Store: Das Gebäude sollte eigentlich genutzt werden, derzeit ist das jedoch nicht der Fall. Seine Inbetriebnahme erfordert Geld, und das hat im Investitionsbudget der Stadt keinen Platz gefunden, da die Stadt ihre hohen Schulden abbauen musste. Außerdem mussten Schulen und Kindertagesstätten instand gehalten werden. Das Investitionsbudget der Stadt wurde auf ein Minimum gekürzt, insbesondere da wir als Stadt dem Staat staatliche Zuschüsse zahlen müssen. Wären die staatlichen Zuschüsse auf dem gleichen Niveau wie in anderen Gemeinden in Uusimaa, könnten die Reparaturen ganz anders priorisiert werden!

Zusammenfassung:Beim Verkauf wird Schutz gefordert: Laine nennt die Erhaltung des Grundstücks, eine Reparaturverpflichtung und eine Auflösungsklausel bei unzureichender Instandhaltung; Lindfors nennt die Nutzung im öffentlichen Interesse, eine Reparaturverpflichtung und eine Aufsicht; Store nennt die Inbetriebnahme (Budget für Schulen/Kreditbestand vorrangig). Gemeinsamer Standpunkt: Historischer Wert, Nutzung durch die Stadtbewohner und Aufsicht müssen gesichert werden.


4. Persönliche Haltung zur künftigen Entscheidung

Ursprüngliche Frage: „Welche der folgenden Optionen entspricht derzeit am ehesten Ihrer persönlichen Meinung:

A) Die Stadt saniert das Casino und behält es in ihrem Besitz,
B) Die Stadt sucht eine öffentlich-private Partnerschaft für die Sanierung,
C) Die Stadt verkauft das Gebäude unter klaren Rahmenbedingungen,
D) Sonstiges, und warum?“

Sami Laine:Partnerschaften sind eine gute Möglichkeit, Aktivitäten weiterzuentwickeln, Kosten zu teilen und den Gemeinschaftssinn zu stärken. Im Vorfeld der Kommunalwahlen war ich fest davon überzeugt, dass das Casino lieber verkauft als von der Stadt behalten werden sollte, da seine Einnahmen die Renovierungskosten nicht decken würden. Aufgrund des Beschlusses des Stadtrats habe ich mich jedoch verpflichtet, verschiedene Möglichkeiten zur Sanierung des Casinos zu prüfen, und dabei darf der Ausgangspunkt nicht sein, dass man nur zum Schein prüft, aber ohnehin verkauft.

Edvard Lindfors:Die Stadt bräuchte Unterstützung bei der Sanierung sowie bei der Nutzung des Gebäudes und der Erstellung von Inhalten. Für mich ist es am wichtigsten, dass die Stadt und damit die Einwohner von Hanko das letzte Wort haben. 

Simon Store: Ich kann dazu noch keine Stellungnahme abgeben, da die Untersuchungsergebnisse noch nicht vorliegen. Außerdem muss man den gesamten Investitionsplan der Stadt im Ganzen betrachten: Was kann man sich leisten, nachdem funktionierende und gesunde Räumlichkeiten für Schulen und Kindertagesstätten gesichert sind? Zudem wird in den kommenden Jahren beispielsweise in die ausreichende Versorgung mit Brauchwasser und den Bau von Gewerbeflächen investiert und so weiter! Die Verwendung von Geldern ist in der Gemeinde ein Gesamtkonzept, das auch gemäß der Gemeindeverordnung begründet werden muss.

Zusammenfassung:Laine tendiert zu einer öffentlich-privaten Partnerschaft mit Kostenaufteilung (hat sich zu Untersuchungen verpflichtet), Lindfors zu einer Zusammenarbeit bei der Sanierung/Nutzung unter der Entscheidungshoheit der Stadt, Store nimmt vor den Untersuchungen und dem Gesamtinvestitionspaket keine Stellung. Gemeinsame Linie: Partnerschaft oder Untersuchungen sind realistisch, keine reine Eigenrenovierung oder Verkauf.


Zeitplan für das Hanko Casino 2026

Laut einer Mitteilung von Edvard Lindfors hat der Stadtrat den Zeitplan für die Entscheidung bezüglich des Casinos wie folgt festgelegt:

  • Jan–März: Zustandsuntersuchungen und Kostenvoranschlag für dringende Reparaturen (laufend, 30.000 € bereitgestellt).
  • Februar–Sommer: Dringende Reparaturen (50.000 € bereitgestellt), Untersuchung zur Zweckbestimmung (Befragung der Einwohner von Hanko), Abendveranstaltung des Gemeinderats, Untersuchungen zu Finanzierung und Zusammenarbeit.
  • Mai–September: Vermietungsmöglichkeiten (private Veranstaltungen, Champagner-Bar usw.).
  • August–November: Haushalt 2027, endgültiger Beschluss.
Hier findest du die Veranstaltungen in Hanko

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